Spitex Sempach und Umgebung

Pflegefinanzierung

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Tarife gültig ab 1. 1. 2017

Die neue Pflegefinanzierung ist am 01.01.2011 in Kraft getreten. Sie überträgt die Finanzierung der Pflege im Kanton Luzern neu auf drei Partner: die Krankenkasse, die Gemeinde und auf Sie als Bezüger oder Bezügerin von pflegerischen Spitex-Leistungen.

Die Krankenkassenbeiträge an die Spitex-Leistungen betragen:

Abklärung und Beratung Fr. 79.80
Behandlungspflege Fr. 65.40
Grundpflege Fr. 54.60


Während sich die Versicherer (Krankenkassen) bei den drei Leistungsgruppen (Abklärung/Beratung, Behandlungspflege und Grundpflege) mit national fixen Beiträgen beteiligen und den Klienten/Klientinnen ein Sockelbeitrag von Maximum 15.95/Tag (Patientenbeteiligung) in Rechnung gestellt wird, übernehmen die Gemeinden wie bisher die individuelle Restfinanzierung der Pflege.

Konkret bedeutet dies:
Die Pflegevollkosten der Spitex-Organisation werden pro Leistung angerechnet. Davon wird der Beitrag der Versicherer abgezogen. Bleibt eine Differenz die höher ist als Fr. 15.95/Tag muss der Klient maximal Fr. 15.95 übernehmen und die verbleibenden Kosten gehen zu Lasten der Gemeinde. Ist der Betrag kleiner als Fr. 15.95 muss der Klient diesen kleineren Beitrag übernehmen.

Dieser Restfinanzierungsbeitrag der Gemeinde müsste grundsätzlich durch den Klienten geltend gemacht werden. Damit Sie davon entlastet werden, hat das Gesetz vorgesehen, dass die Spitex-Organisation mit einer Vollmacht des Klienten/Klientin den Restfinanzierungsbeitrag bei der Gemeinde geltend machen kann.

Mit der Pflegefinanzierung wurde eine neue Leistung ins Gesetz aufgenommen und zwar die Akut- und Übergangspflege. Diese Leistung wird bei Austritten aus dem Spital durch den Spitalarzt verordnet und dauert im Maximum 14 Tage. Während dieser Zeit ist keine Patientenbeteiligung vorgesehen. Die Finanzierung wird von den Versicherern und der Gemeinde übernommen.

Zusätzliche Auswirkungen der Pflegefinanzierung sind:

  • Auch bei ambulanter Pflege (Spitex) wird die leichte Hilflosenentschädigung ausgerichtet (AHV max. Fr. 228.00/Monat, IV max. Fr. 456.00/Monat)
  • Bei Ausrichtung von leichter Hilflosenentschädigung wird selbstbewohntes Eigentum bei der Berechnung von Ergänzungsleistungen mit Fr. 300'000.00 angerechnet
  • Bei den Ergänzungsleistungen beträgt der Vermögensfreibetrag bei Alleinstehenden Fr. 37'500.00, bei Ehepaaren Fr. 60'000.00.

Die 10% Selbstbehalt und Franchise werden Ihnen direkt durch die Krankenkasse in Rechnung gestellt, bzw. von den Rückvergütungen in Abzug gebracht.

Wir danken Ihnen für das entgegengebrachte Vertrauen und freuen uns, Sie bei Bedarf zu unserer Klientinnen und Klienten zählen zu dürfen.